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jollywords' Portfolio, Teil 2: Websitetexte

Genau wie «normalen» Texten kommt Websitetexten – je nach Intention – die Aufgabe zu, ihre Leser zu informieren, zu unterhalten, etwas zu verkaufen oder zu bestimmten Aktionen aufzufordern. Dennoch unterscheiden sie sich deutlich von Inhalten in gedruckter Form: Um im Internet überhaupt aufgefunden zu werden, müssen sie zusätzlich für Suchmaschinen optimiert sein. Und dann gibt’s da noch das Leseverhalten, die Erwartungen und die Wahrnehmung der User, die online eben ganz anders sein können. Wie Sie dem begegnen und was zielführende Websitetexte ausmacht, erfahren Sie in diesem Beitrag.


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Ob Sie mit Ihrer Dienstleistungsfirma im Internet vertreten sind, einen Online-Shop oder einen Blog betreiben: Oberstes Anliegen ist ja meistens, Produkte, Leistungen oder Informationen an die Frau und den Mann zu bringen – oder eben: sie zu «verkaufen». Ein 1:1-Verkaufsgespräch ist online aber nicht ohne Weiteres möglich. Lassen Sie stattdessen Texte für sich sprechen!

In der Funktion des Verkäufers, Kundenberaters und Service-Mitarbeiters wird ein guter Homepage- oder Websitetext Interessenten

  • auf Ihre Website ziehen,
  • von Ihren Produkten oder Leistungen überzeugen und
  • auf Ihrer Website halten.

Und was genau sind gute Websitetexte? Nun, darüber entscheiden allein die Leser. Sie konsumieren, was gefällt, und revanchieren sich nach einer positiven Erfahrung mit einem Abonnement, einem Anruf, einer Bestellung oder einer Buchung. Entscheidend hierfür ist, die Zielgruppe und ihre Bedürfnisse zu kennen, Antworten auf ihre Suchanfragen zu liefern und Erwartungen (nicht nur) zu erfüllen. Content muss interessant, durchaus mitreissend aufbereitet sein. Langweilt sich der Leser, wandert er ab zur Konkurrenz – und die ist im World Wide Web eben riesig. Professionelle Texter bearbeiten deshalb jedes Projekt stets individuell. Wir kitzeln die Einzigartigkeit Ihrer Unternehmung und den Mehrwert für potenzielle Kunden heraus, um über Texte die Informationen und Argumente zu liefern, die sie für die (Kauf-)Entscheidung benötigen.

DIE INHALTE VON WEBTEXTEN

Es klingt banal, ist aber essenziell: Die Inhalte ergeben sich aus Ihrem Angebot. Darauf müssen sich die Texte konzentrieren. Es schadet absolut nicht, sie mit Hintergrundinformationen anzureichern, zum Beispiel mit Fakten über Material und Fertigung, Geschichtswissen oder Begriffserklärungen. Bleibt Ihr Produkt dabei im Fokus, positionieren Sie sich als vertrauenswürdiger, seriöser Experte.

Zeigen Sie, dass Sie wissen, wovon Sie sprechen – und um nicht zu überfordern, am besten an geeigneten Stellen. Untergliedern Sie die Website in thematisch sinnvolle Einheiten, etwa:

  • Willkommens-/Begrüssungstexte und «appetitanregende» Teaser auf der Startseite
  • Unterseiten für die konkreten Dienstleistungen oder Produkte
  • Über-mich/uns-Seite
  • Informationsseiten wie FAQ, Beratung, Service, Kontakt

Wichtig: Nehmen Sie beim Schreiben die Position der Interessenten ein. Beantworten Sie ihre Fragen, formulieren Sie hilfreich und würzen Sie Ihre Texte mit dem Aha-Effekt. Wenn Sie als Experte auftreten, dann nicht der Selbstdarstellung wegen, sondern um mit Fachkenntnis wirklich weiterzuhelfen.

Die Frage nach dem Was ist also beantwortet. Widmen wir uns dem Wie.

jollywords portfolio teil2 inhalte webtexte

SPRACHE UND STRUKTUR

Potenzielle Seitenbesucher bemühen Suchmaschinen, um im Internet Lösungen zu finden. Mit überzeugenden Texten zeigen Sie, dass sie bei Ihnen an der richtigen Stelle sind.

Textlänge: Vielfach heisst es, Internetuser hätten nur eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und Texte sollten möglichst kurz sein. Falsch ist das nicht, denn allein durch zahlreiche Mitbewerber und ähnlich ausgerichtete Websites ist die Ablenkungsgefahr ziemlich hoch. Suchmaschinen wie Google wiederum bevorzugten lange, ausführliche Texte, um sie als relevant anzuerkennen.

Wir empfehlen: Halten Sie Mass und die Textlänge dem Thema entsprechend. Oftmals ist weniger die Wortanzahl entscheidend als vielmehr die Textqualität und der Informationsgehalt. Vermutlich wird niemand eine 35.000 Wörter lange Abhandlung über Schnürsenkel lesen und dennoch sollte alles Wissenswerte untergebracht sein. Die Devise lautet also: So kurz wie möglich, so lang wie nötig.

Sprachstil: Etwas schwieriger zu beantworten ist die Frage nach dem Sprachstil. Gerade hier gibt Ihre Zielgruppe die Richtung vor: Möchte sie geduzt oder gesiezt werden? Weiss sie mit Fachbegriffen umzugehen oder bevorzugt sie die lockere Umgangssprache? Gleichzeitig sollte die Sprache zum Unternehmen passen und sich nicht verstellen.

Innerhalb dieses «Branchenjargons» geht es dann darum, Ihre Botschaft verständlich und anschaulich zu vermitteln. Sprachliche Bilder erzeugen Vorstellungen im Kopf, die länger haften bleiben als abstrakte Verklausulierungen. Einfache, kurze Sätze können schnell aufgenommen und verarbeitet werden. Auf der Suche nach Antworten bringt der Leser selten Zeit und Geduld für leere Worthülsen mit.

Statt

Herzlich willkommen bei jollywords

zeigen knackige Aussagen und markige Slogans wie

Damit Sie sichtbar sind – im Web und auf Papier!

sofort, worum es geht und ob Ihr Angebot interessant ist.

Eine aktive Sprache und klare Formulierungen sind handlungsmotivierend. Bestenfalls kommen sie ohne oder mit möglichst wenig Füllwörtern und Hilfsverben aus und unterstreichen so wiederum Ihre Souveränität.

Haben Sie einmal den richtigen Ton gefunden, bleiben Sie dabei – auch in später folgenden Websitetexten. Auf diese Weise schaffen Sie einen hohen Wiedererkennungswert und bauen eine Marke auf.

Struktur: Dank Eye-Tracking-Tests ist heute bekannt, dass Seitenbesucher oben im Text mit dem Lesen beginnen und sich bevorzugt an der linken Bildschirmseite orientieren. Für Sie und uns bedeutet das: Oben links, wo dem User nichts entgeht, ist der Platz für die zentrale Botschaft. Von dort ausgehend sollten Inhalte nach Priorität strukturiert werden – angefangen zum Beispiel mit den W-Fragen (was, wie, wer, wo, warum) bis hin zu zusätzlichen Details, die Sie am Textende platzieren. Alternativ können Sie auf weiterführende Unterseiten verlinken. Damit wecken Sie Neugier und erhöhen im Idealfall die Verweildauer der Besucher Ihrer Seite.

Ein zweiter Aspekt ist die optische Strukturierung: Formulieren Sie für den Texteinstieg eine knackige Headline sowie thematisch passende Zwischenüberschriften nach etwa 200 bis 300 Wörtern. Diese gliedern Ihren Text, leiten die Leser hindurch, animieren zum Weiterlesen und geben auch mal Gelegenheit für einen Zwischenstopp. Lesevergnügen und Mehrwert steigern Sie ebenfalls, indem Sie wichtige Infos vereinzelt fett hervorheben, Ihre Aussagen durch Nummerierungen gewichten oder durch Aufzählungen straffen.

Auflockernde Elemente: Ein flüssig zu lesender, plausibel strukturierter Text ist bereits die halbe Miete. Mit zusätzlichen Extras und optischen Raffinessen holen Sie das Optimum heraus. Insbesondere Fotos und Bilder sind Schmankerl fürs Auge, die das Gesamtbild auflockern. Und weit mehr als das! Sie heben Zusatzinformationen hervor, veranschaulichen komplexe Sachverhalte oder visualisieren Ihr Produkt. Seien Sie kreativ und gern auch plakativ! Arbeiten Sie ListenGrafikenVideosTextkästen und was Ihnen noch so einfällt in die Seite ein. Wichtig ist nur, dass die eingesetzten Elemente zum Thema passen. Andernfalls irritieren sie die Leser.

 

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WEBSITETEXTE UND SUCHMASCHINENOPTIMIERUNG

Um von Ihrem Content profitieren zu können, müssen Interessenten ihn zunächst einmal finden. Und hierin verbirgt sich eine weitere wichtige Funktion von Webtexten. Suchmaschinen sichten, bewerten und sortieren Ihre Inhalte in den Suchergebnissen anhand bestimmter Faktoren. Bezogen auf den Text sind das beispielsweise eine aussagekräftige Struktur (erkennbar durch HTML-Marker für Überschriften, Listen oder Fettdruck), die Textlänge, der Umfang und die Qualität der Informationen (Stichwort: Unique Content) oder die Verweildauer Ihrer Besucher.

Die Algorithmen der Suchmaschinen sind inzwischen überaus intelligent. Sie reagieren auf viele SEO-Massnahmen, die sich mit den Kriterien für eine positive Nutzererfahrung (Usability) decken und natürlich ergänzen. Wenn Sie die oben beschriebenen Punkte im Sinne Ihrer Leserschaft umgesetzt haben, ist ein grosser Beitrag zur Suchmaschinenoptimierung bereits geschafft. Hinzu kommen auf Textebene noch bestimmte Schlüsselwörter: Finden Sie in einer Suchbegriffanalyse vorab heraus, wonach potenzielle Kunden im Internet suchen. Diese Keywords binden Sie vor allem in die Überschrift ein und verteilen Sie über den Text. Keyword-Stuffing vermeiden Sie, indem Sie abwechselnd auf Synonyme zurückgreifen. An einer vermeintlich vorgeschriebenen Keyworddichte zu klammern, wird weder Ihnen noch Ihren Lesern Spass machen. Stets gilt: Content geht vor SEO.

FAZIT

Gute Websitetexte sind das Ergebnis einer starken Argumentation, einer plausiblen Struktur und der Kunst des kurzweiligen Textens. Sie überzeugen Ihre Leser, indem Sie

  • Lösungen für den Bedarf Ihrer Zielgruppe anbieten,
  • die zentrale Botschaft und relevante Informationen möglichst sichtbar (vorne und oben) präsentieren,
  • Ihre Inhalte optisch ansprechend und Texte leicht konsumierbar aufbereiten,
  • verständlich, aktiv, bildhaft und motivierend formulieren und
  • erst für die Leser, danach für die Suchmaschinen schreiben.

Wenn Sie sich nun fragen, woher Sie die Zeit für gute Websitetexte nehmen sollen, dann vertrauen Sie sich Profis an und kontaktieren Sie jollywords! Wir texten verständlich, logisch und verkaufsstark, sodass Seitenbesucher und Suchmaschinen gleichermassen begeistert sind!

Tipp: Zum Thema Websitetexte liefert unser Newsletter interessante Zusatzinformationen:

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Autor: Maria Schuhmacher


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