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Nominalstil

Als Nominalstil bezeichnet man den – im Gegensatz zum Verbalstil  – bevorzugten bis übermässigen Gebrauch von Substantiven und substantivierten Verben anstelle von Vollverben und untergeordneten Sätzen, Beispiel: Verkehrsberuhigungsmassnahme vs. Massnahme, um den Verkehr zu beruhigen.

Er ist im schriftlichen Sprachgebrauch weiter verbreitet als im gesprochenen und typisch für die Verwaltungs-, Wissenschafts- und Juristensprache. Abhängig von seiner Funktion wird der Nominalstil unterschiedlich beurteilt: Im wissenschaftlichen Kontext beispielsweise ist er von Vorteil. Er ermöglicht, Informationen verdichtet und platzsparend, dabei aber präzise zu vermitteln. Abseits dessen wird dieser «Papierstil» jedoch als schwer verständlich und stilistisch unschön wahrgenommen, denn die Lesbarkeit leidet darunter.