Texte sinnvoll kürzen

Diejenigen, die sich in der Welt des Textens auskennen, wissen es schon lange: In der Kürze liegt die vielfach angestrebte Würze. Deshalb: Texte kürzen!

Texte sinnvoll kürzen

Texte sinnvoll kürzen

09.04.2015

Diejenigen, die sich in der Welt des Textens auskennen, wissen es schon lange: In der Kürze liegt die vielfach angestrebte Würze. Vor allem, wenn es um Lesenswertes im Internet geht. Doch leider ist das nicht allen klar. Noch immer ist die Meinung weit verbreitet, nur ein mit Informationen vollgestopfter Text sei das einzig Wahre.

Es war einmal ein langer Text.

Ausdauernd ist er ja. Das muss man ihm lassen. Der lange Text, der einen ursprünglich einfachen Sachverhalt über mehrere Seiten hinweg bis ins Detail erklärt. Im Zweifelsfall auch mal doppelt. Doch eins wird allzu oft vergessen: Was bringt die ganze Ausdauer, wenn dem Lesenden bereits nach einem Drittel des Weges die Puste ausgeht?

4 Gründe, warum unsere schnelllebige Gesellschaft kurze Texte braucht

1. Zu viel des Guten.

Das World Wide Web ist wohl genährt mit Inhalten. Doch manche tragen mehr auf als andere. Als weitläufig interessierte Menschen klicken wir uns von Fenster zu Fenster, immer in der Hoffnung, spannenden Content zu finden. Im besten Fall sogar die Antwort, nach der wir suchen. Sobald ein Text zu unüberwindbar scheint, klicken wir weiter. Ohne Rücksicht auf Verluste. Warum? Weil wir es können!

2. Zeit ist kostbar.

Wir durchwühlen das Internet nach Informationen und lassen die mehrbändigen Lexika in der Ecke stehen. Unsere Zeit ist viel zu kostbar. Deshalb lieben wir Aufzählungen und Stichpunkte, die uns zackig mit Wissen füttern.

3. Jeder kann schreiben.

Das stimmt. Zumindest in unseren Breitengraden sind die meisten von uns des schriftlichen Wörteraneinanderreihens mächtig. Die Folge: Das Internet wird mit Blogtexten, Ratgebern und Kritiken nur so überhäuft. Wenn sich der Weizen hier in aller Deutlichkeit von der Spreu trennen möchte, muss er bissfest sein.

4. Die Faulheit obsiegt.

Es gibt viele Lesemuffel. Und wer es doch gerne tut, der steckt sein Näschen meist lieber in seine Lieblingsromane, anstatt es an Bildschirme zu pressen. Deshalb gilt: Lesefaule müssen abgeholt werden. Mit spannenden Zwischenüberschriften, Bullet Points und zwei- bis dreizeiligen Absätzen.

Warum dieser Blogartikel hier schon endet? Obenstehend finden Sie 4 Gründe dafür. Achtung, Sie befinden sich in einer Endlosschleife.

Herzlichst
Die Textkürzer

Autor: Ramona Grutschnig